| Kompetenzteam ... für schöne und für schlimme Wörter |
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Tragefunktion (Das Web nach Tragefunktion durchsuchen.) phaeake, 19. Juli 2002 um 20:02:47 MESZ
für Schwangerschaft
phaeake,
19. Juli 2002 um 20:03:03 MESZ
Wer sagt das? Ich kenne nur "Tragezeit" bei Tieren.
Irene,
19. Juli 2002 um 21:55:03 MESZ
Ein Reproduktionsmediziner in einem Spiegel-Gespräch. Hab leider kein URL dafür zur Hand. Wahrscheinlich aber eh nicht kostenfrei über Spiegel-Online zu haben.
phaeake,
20. Juli 2002 um 06:04:18 MESZ
reproduktionsmediziner sind eh arschkrampen. siehe den gestoerten italiener, der ja jetzt angeblich auch menschen geklont hat.
mutant,
21. Juli 2002 um 02:45:28 MESZ
was wird denn das? Back to the Roots? Wir sind auch nur Tiere? Oder wie entstand dieses Wort?
DaveKay,
21. Juli 2002 um 03:04:26 MESZ
uteri sind nur aufbewahrungsgefaesse, erfuellen also nur tragefunktion. geht uebrigens auch mit schweine-gebaermuttern... screw these assholes.
mutant,
21. Juli 2002 um 03:10:47 MESZ
Ich habe heute von einem Grafen aus Rumänien gehört, der keine Gefangene machte, sonder jeden Feind pfählte...angesichts solcher Leute ist es schade, dass es so etwas heute nicht mehr gibt...
DaveKay,
21. Juli 2002 um 03:15:51 MESZ
ich glaube nicht, das archaische rituale die welt besser machen. auch wenn ich mir oft vorstelle, wie einzelne personen aufs grausamste dahinsterben. vernunft ist eine tugend, die menschlichen wesen nachgesagt wird. nicht immer verdienen diese ein vernuenftiges umgehen, aber was unterscheidet und von ihnen, wenn nicht vernunft, moral, ethik, you name it?
mutant,
21. Juli 2002 um 03:24:30 MESZ
Na gut...Auge um Auge...ist nicht der richtige Weg, aber mal ehrlich, manchmal wünscht man es sich schon..irgendwie...wie soll ich kranken Scheiß vergelten, wenn nicht mit krankem Scheiß? Es ist die reine Vorstellung dieses Szenarios, die einem etwas Seelenfrieden bringt, in die Realität umsetzen wäre selbst für mich zu krank...
DaveKay,
21. Juli 2002 um 03:32:53 MESZ
@DaveKay. Werde Montag mal das ganze Zitat posten.
phaeake,
21. Juli 2002 um 04:06:40 MESZ
@mutant: Wäre etwas vorsichtger mit Pauschalurteilen.
phaeake,
21. Juli 2002 um 04:09:27 MESZ
pauschalurteile gegen wen? typen, die frauen als brutmaschinen betrachten? danke, nein.
mutant,
21. Juli 2002 um 04:19:24 MESZ
So. Der Essener Reproduktionsmediziner Thomas Katzorke (Name echt) äußerte sich zu der Frage, was passieren soll, wenn sich nach einer In-Vitro-Fertilisation herausstellt, dass das Kind genetisch nicht von der Mutter (und deren Mann) abstammt, die es geboren hat. Ein besonders spektakulärer Fall dieser Art war in Großbritannien vorgekommen: Eine weisse Frau gebar schwarze Zwillinge. Katzorke dixit: "Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass die farbigen Kinder zu ihren farbigen Eltern gehören. Zumindest für das Schicksal der Kinder wäre es vermutlich besser. Das hieße aber, dass ich die genetische Abstammung höher bewerte als die neun Monate Tragefunktion." Hier das ganze Interview, das entgegen meiner ersten Vermutung kostenfrei gelesen werden kann.
phaeake,
22. Juli 2002 um 10:46:13 MESZ
wieso ist das für das Schicksal der Kinder besser? Oder andersherum schlechter?
seewolf,
22. Juli 2002 um 10:49:08 MESZ
@ mutant Ich weiss nicht genau, woran Du denkst, aber die meisten Reproduktionsmediziner sind damit beschäftigt, ungewollt kinderlosen Paaren doch noch zu ihrem Glück zu verhelfen. Wenn man diese Tätigkeit mit einem Argument wie dem Deinen verurteilt, ist das mal wieder ein interessanter Beleg, wie nahe sich Feminismus und Katholizismus im Ergebnis kommen können.
phaeake,
22. Juli 2002 um 10:49:20 MESZ
@ seewolf Das müsstest Du Herrn Katzorke fragen.Vermutlich glaubt er, dass für die Kinder die Situation belastend wäre , von jedem "nur" für Adoptivkinder ihrer weißen Eltern gehalten zu werden und einerseits "mehr" als Adoptivkinder, andererseits nicht "normale", d.h. auch genetische Kinder der weißen Eltern zu sein. Zumindest der erste Punkt fiele ja weg, wenn die Kider an die scharzen genetischen Eltern zurückgegeben würden. Wie gesagt: Ob er das wirklich meinte und - erst recht - ob so eine These kinderpsychologisch begründbar ist, weiss ich nicht. Die Berufung auf den gesunden Menschenverstand indiziert ja ein argumentatives Defizit.
phaeake,
22. Juli 2002 um 10:56:42 MESZ
aehem. mal abgesehn davon, das du mir nicht mit katholizismusverdacht drohen kannst: reproduktionsmediziner sind doch keine gluecksbringer, sondern wollen geld verdienen. da wird dann auch schon mal ein beduerfnis geweckt. nicht das am kind generell, aber was da alles gemacht werden soll ohne ruecksicht auf verluste, tut mir leid, das schmeckt mir nicht. die unfruchtbarkeitsbehandlung ist ja nur eine seite der medaille.
mutant,
23. Juli 2002 um 00:14:37 MESZ
Wollte weder einen Katholizismusverdacht aussprechen, noch damit drohen. Klar müssen alle Ärzte auch von irgendwas leben. Mag sein, dass das auch mal dazu führt, einer Patientin eine Behandlung zu empfehlen, gegen die auch einiges spricht. Allerdings ist dieses Phänomen bei allen Ärzten anzutreffen. Ich habe nicht den Eindruck, dass Reproduktionsmediziner dafür besonders anfällig sind, eher im Gegenteil. Nicht weil sie so besonders moralisch wären, sondern weil der Kinderwunsch in sehr vielen Fällen überwältigend stark ist und - nicht zu vergeesen - die Kasse häufig nicht zahlt.
phaeake,
23. Juli 2002 um 10:15:15 MESZ
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