| Kompetenzteam ... für schöne und für schlimme Wörter |
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klitorisbeschneidung (Das Web nach klitorisbeschneidung durchsuchen.) frankai, 22. Juli 2003 um 19:27:52 MESZ
siehe auch mädchen-beschneidung.
molily,
22. Juli 2003 um 20:56:07 MESZ
sehr üble sache
stickyshanghai,
22. Juli 2003 um 21:10:42 MESZ
ich finde, beschneidung(das wort) ist noch zu harmlos.
mutant,
22. Juli 2003 um 23:11:40 MESZ
Verstümmelung trifft es eher
shelog,
23. Juli 2003 um 16:21:19 MESZ
eine statistische Auflistung der Verbreitung der Beschneidung in betroffenen Regionen (Stand 1996): Ägypten 95% Äthiopien 90% Benin 50% Burkina Faso 70% Dijbouti 98% Elfenbeinküste 60% Eritrea 90% Gambia 89% Ghana 30% Guinea 50% Guinea Bissau 50% Kenia 50% Liberia 60% Mali 80% Mauretanien 25% Niger 20% Nigeria 60% Senegal 20% Sierra Leone 90% Somalia 98% Sudan (Norden) 89% Tansania 10% Togo 50% Tschad 60% Uganda 5% Zaire 5% Zentralafrika 50%
frankai,
23. Juli 2003 um 19:32:12 MESZ
darf ich fragen woher die studie stammt ? handelt es sich nur um weibliche beschneidung oder beide geschlechter ? 95% in ägypten kommen mir ein wenig hoch vor.
noelscheich,
23. Juli 2003 um 19:36:57 MESZ
frankai,
23. Juli 2003 um 19:43:09 MESZ
ich wundere mich gerade,frage mich gerade :(wegen sex) fahren mehr frauen nach gambia usw. und unterstützen die dortigen sitten mit ihrem reisegeld - oder fahren mehr männer nach thailand um kinder zu quälen ß na ja - blöder gedanke vielleicht ,bin etwas angenervt.
frankai,
23. Juli 2003 um 19:45:26 MESZ
Dass "Reisegeld" die Genitalverstümmelung unterstützen soll,kann ich nicht nachvollziehen. Glasscherben und rostige Rasierklingen sind nicht so teuer, dass man ohne Touristendevisen auf ihre Anschaffung verzichten müsste. Tourismus weicht in aller Regel die Sitten und Gebräuche der Einheimischen auf und macht diese für die westliche Lebensart aufgeschlossener. Das ist oft ein Nachteil des Tourismus - hinsichtlich dieser Ritualverbrechen aber sicher ein Vorteil.
phaeake,
24. Juli 2003 um 10:09:14 MESZ
So bedrückend die Vorstellung der Schicksale ist, die statistische Zahlen nicht wiedergeben können - ich hoffe doch, daß es keine Koalition der Willigen zur Befreiung der Frauen in den "Beschneidungsländern" geben wird (und lasse hier mal die Beschneidung von Jungen ganz außen vor). Denn, ob sies glauben oder nicht, in unserer so freien, so kultivierten, so modernen Gesellschaft lassen wir aus falscher Toleranz und stumpfer Ignoranz zu, daß Jungen und Mädchen beschnitten werden können, ohne daß den Verübern solcher Verbrechen Repressalien drohen. Man muß ja, wie diese so fortschrittlichen Richter gerne betonen (wenn mal wieder eine Frau aus Besitzanspruch ermordet wurde z.B.) den kulturellen Hintergrund der Angeklagten berücksichtigen. Ja, wenn das Nürnberger Tribunal berücksichtigt hätte, daß Zerstörung und Mord zur Kultur des Nationalsozialismus gehörten, würde es nicht einmal diese völkerrechtlich fragwürdige Rechtsprechung gegen bekannte Führer und Ausführer geben. Kurzum, in unserem eigenen Land gibt es jede Menge Grund zur Empörung.
Dicki,
24. Juli 2003 um 11:19:31 MESZ
Gibt es Fälle, in denen deutsche Richter Täter einer Genitalverstümmelung (an Mädchen) frei gesprochen (oder das Verfahren eingestellt) haben, weil der kulturelle Hintergrund die Tat rechtfertige? Klar: Die Beschneidung an Jungen ist erlaubt, sowohl aus religiösen als auch aus medizinischen Gründen Ob das so schlimm ist? Ich vermute eher nein, weil dieser Eingriff die sexuelle Lust ganz offensichtlich nicht verhindert (Sonst wären Juden und Moslems wohl schon ausgestorben). Die gesundheitlichen Vorteile überwiegen nach meinen Informationen die Risiken. Dennoch: Ich würd den Eingriff bei meinem Sohn nicht vornehmen lassen.
phaeake,
24. Juli 2003 um 11:52:41 MESZ
Überlegen Sie mal, was es für Sie als Kind bedeutet hätte, an so einer empfindlichen Stelle und gegen ihren Willen verletzt (verstümmelt) zu werden. Und angesichts Ihres Schmerzes lacht man vielleicht gutmütig und murmelt was von Männern, die nicht weinen. Ob so ein Eingriff nicht für das Leben prägt? Und wenn dann die blanke Eichel immerzu an der Kleidung scheuert - ein Leben lang - ich schätze, das macht aggressiv. In jedem Fall dürfen wir bei Jungen und Mädchen von einer psychischen Schädigung durch die Beschneidung ausgehen, die sie ein Leben lang begleitet. Was nützt da die bessere Hygiene (die meines Erachtens mit Waschen schmerzlos zu erzielen ist)? Den "kulturellen Hintergrund" habe ich angeführt, weil dieser tatsächlich in Mordprozessen schon eine Rolle gespielt hat. Mit derselben dummen Phrase läßt sich auch für Genitalverstümmelung milde Strafe rechtfertigen. Ich hoffe, daß wir das NICHT erleben werden, aber ich glaube keineswegs, daß Beschneidung von Mädchen in Deutschland nicht stattfindet. P.S.: komischer Verschreiber: kultureller Hintergrunge
Dicki,
24. Juli 2003 um 13:30:20 MESZ
M.E. gibt es schon gewaltige Unterschiede zwischen der Beschneidung der Jungen und der Genitalverstümmelung der Mädchen. Gerade deshalb finde ich (wie zB auch mutant) das Wort "Klitorisbeschneidung" (um das es hier ja vornehmlich gehen sollte) schlimm. Ich will nicht abstreiten, dass Ihre Argumente gegen die Beschneidung von Jungen durchaus was für sich haben, allerdings könnte es dagegen wieder Gegeneinwände geben, ein solcher wäre zB, dass Babys auch bei jeder Spritze "gegen ihre Willen verletzt werden." Ich würde vorschlagen, diese Diskussion zu beenden, denn eines scheint mir klar: Der Unterschied liegt bei der Genitalverstümmelung der Mädchen eben darin, dass es kein einziges vernünftiges Argument dafür gibt und massive Argumente dagegen sprechen. Zur Berücksichtigung des kulturellen Hintergrundes bei der Strafzumessung: Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man gar keine Sanktion zu erwarten hat, oder ob man eine etwas mildere Strafe bekommt, als wenn man ohne kulturellen Hintergrund so gehandelt hätte. Wollen Sie die afrikanische, selbst genitalverstümmelte Mutter, die ihr Kind bei einem Heimaturlaub verstümmeln lässt, weil sie glaubt, dass nur so ihre Tochte ein richtige und gesellschaftlich anerkannte Frau werden könne, wirklich so hart bestrafen, als wenn sie dasselbe aus purem Sadismus getan hätte? Wie gesagt: Dass sie bestraft werden muss, steht außer Diskussion.
phaeake,
24. Juli 2003 um 14:05:23 MESZ
Es gibt einen gewaltigen Unterschied, stimmt, dem Jungen wird der Penis nicht abgeschnitten. Was in anderen Ländern geschieht, ist für unsere Justiz richtigerweise nur interessant, wenn es sich um deutsche Staatsbürger handelt. Was in Deutschland geschieht, unterliegt der hiesigen Rechtsprechung. Verstoße ich als Zugereister z.B. in Saudi-Arabien gegen dortige Gesetzte, werde ich nach dortigen Maßstäben beurteilt. Ich weiß doch vorher, daß in einem anderen Land, zumal mit ganz anderer Kultur, auch andere Gesetze gelten. Die von mir bemängelte falsche Milde betrifft in erster Linie Männer - vielleicht weil in den entsprechendn Fällen Männer zu Gericht saßen? - und ich befürchte, daß die den Zwängen ihrer eigenen Erziehung verhaftete Mutter eher ein Exempel zu befürchten hätte - bei denselben Richtern. Andererseits würde es mich gegen die von ihnen als Beispiel angeführte Mutter einnehmen, daß sie ihrem Kind die Qual, die sie selbst durchlitten hat, auch zumutet. Sie sollte es besser wissen. Man muß sein Herz schon verhärten, um gegen die offensichtliche Angst und den großen Schmerz des Kindes ihm dennoch diese Tortur anzutun (antun zu lassen). Im Zweifelsfall bin ich für den Schutz der Kinder. Bei den Erwachsenen ist schließlich kaum noch was zu retten. Da brauchen wir uns doch nur selbst anzusehen:-) Richter wollte ich jedenfalls nicht sein, das wäre für die Gerechtigkeit (und allemal für die Rechtsprechung) kein Gewinn.
Dicki,
24. Juli 2003 um 14:35:27 MESZ
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