| Kompetenzteam ... für schöne und für schlimme Wörter |
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Hurentag (Das Web nach Hurentag durchsuchen.) MoeBlog, 2. Juni 2003 um 22:20:10 MESZ
wo gibs den denn?
mutant,
2. Juni 2003 um 22:33:32 MESZ
überall denkt man, den er heißt international
tinto,
3. Juni 2003 um 11:07:20 MESZ
was ist daran schwarz? (hure ist in dem fall vermutlich eine selbstgewählte bezeichnung, falls hier schwarzpotenzial angenommen wird, weil »hure« negativ besetzt ist... HYDRA bspw. spricht zwar meist von prostitution/prostituierten, aber bezeichnet sich selbst als autonome hurenorganisation.)
molily,
3. Juni 2003 um 13:41:59 MESZ
Hurentag klingt wie Herrentag.
Retep,
3. Juni 2003 um 15:17:34 MESZ
unter diesem gesichtspunkt (nein, nicht das mit dem "herrentag" sondern die "autonome hurenorganisation" ) bin ich auch dafür, das wort rosa anzumalen. ein tag an dem den huren gewürdigt wird (ich meine nicht aktiv).
stickyshanghai,
4. Juni 2003 um 12:20:21 MESZ
Dafür, daß sie sich das ganze Jahr so tapfer vom Zuhälter zusammenschlagen lassen, damit Männer weiterhin preiswert ficken können? Das wäre dann noch schwärzer als Muttertag.
Irene,
4. Juni 2003 um 17:10:30 MESZ
Die eine oder andere Hure würde Sie jetzt vermutlich tadeln, weil das Klischee von der geprügelten fremdbestimmten Prostituierten aufrecht erhalten wird. Ich will aber nicht betreiten, dass es diese schlimme und verachtenswerte Form der Ausbeutung auch heute noch gibt. Man sollte aber vor lauter gerechter Empörung nicht den Blick für die wirtschaftlichen Fakten verlieren: Der Zuhälter prügelt die Prostituierte in der Regel nicht, damit die Männer ihre Dienste preiswert in Anspruch nehmen können. Er ist an einem hohen Preisniveau, d.h. an einem beschränkten Angebot interessiert.
phaeake,
4. Juni 2003 um 17:49:43 MESZ
Ich weiß, daß das verkürzt war - aber Zwangsprostitution und Frauenhandel sind keine Klischees, sondern eine Realität, die möglicherweise weiter verbreitet ist als freiwillige Prostitution. Was ich eigentlich sagen wollte: Wenn Männer anfangen, Frauen zu ehren, ist meist was faul.
Irene,
4. Juni 2003 um 18:14:40 MESZ
Den Satz würd ich durchaus unterschreiben, aber war der Internationale Hrentag wirklcih eine Männererfindung? Oder war es nur Reteps symphonische Beobachtung, die zu dieser Assoziation führte?
phaeake,
4. Juni 2003 um 19:46:33 MESZ
Der Satz war eine Reaktion auf ein tag an dem den huren gewürdigt wird. (Zur Geschichte des Tags siehe Google.)
Irene,
4. Juni 2003 um 19:57:10 MESZ
was für ein quatsch! okay, dann denken wir nicht an diese frauen und vergessen sie einfach! wenn es das ist, was sie wollen, frau irene... A) der hurentag ist keine männererfindung. B) rosa, damit man an diese frauen denkt. was soll diese feindseligkeit?
stickyshanghai,
7. Juni 2003 um 16:46:04 MESZ
Ich habe nie behauptet, der Hurentag sei eine Männererfindung. Und mir zu unterstellen, ich sei dafür, daß Huren vergessen werden, weil ich den Sinn einer Art Muttertag für Huren bezweifle, ist nicht sehr weit gedacht. Ich behaupte, daß Prostituierte keine Ehrung durch Hurenfreunde brauchen, sondern Rechte (und das ist anscheinend auch der Sinn des Hurentags) und Schutz vor Männergewalt. Extra für Sie ein Link über Zwangsprostitution: www.gegeninformationsbuero.de
Irene,
7. Juni 2003 um 17:27:13 MESZ
(dieses grau ist echt leseunfreundlich) ich sehe das nicht viel anders als sie, nur störte mich, daß ich jetzt plötzlich angegriffen wurde, weil ich den begriff rosa wollte und daß ein tag an dem den huren gewürdigt wird überhaupt einer "reaktion" bedurfte. nicht sehr weit gedacht oder nicht: den hurentag gut zu finden (nicht als art "muttertag" sondern als mittel für mehr anerkennung und um das problem zwangsprostitution nicht auszublenden, sowie die diskriminierung von staatswegen in das öffentliche interesse zu schieben) und deshalb gleich sowas Dafür, daß sie sich das ganze Jahr so tapfer vom Zuhälter zusammenschlagen lassen, damit Männer weiterhin preiswert ficken können? Das wäre dann noch schwärzer als Muttertag. um die ohren geknallt zu bekommen, ist nicht gerade die gute englische.
stickyshanghai,
7. Juni 2003 um 17:45:20 MESZ
Das Problem ist, daß Zwangsprostitution in der Öffentlichkeit fast immer übergangen, ausgeblendet und damit verharmlost wird, wenn Männer über Prostitution reden. ("Würdigung" der Zwangsprostituierten - das geht ebenso wenig wie Würdigung der Sklaven. Das müßte schon Befreiung heißen.)
Irene,
7. Juni 2003 um 22:51:06 MESZ
da stimme ich ihnen zu. ich bin für eine würdigung, weil es "etwas" ist, aber es auch könnte "etwas mehr" sein und zwar befreiung von zwangsprostituierten und bei denen, die es freiwillig tun (was nicht viele sein dürften. zum einen die, die sich gezwungen sahen, soetwas auf sich zu nehmen und aus pragmatismus dabei geblieben sind, und zum anderen, die die es wirklich wollen, aber da stelle ich mir nun wirklich nicht viele vor, vielleicht edelprostituierte. keine ahnung) eine verbesserung der "arbeits"umstände sowie schutz (vor freiern und zuhältern) und absicherung (im krankheitfall, im alter), sowie mittel und wege aufzuzeigen sowie dabei zu helfen, wie man aus diesem millieu herauskommen und etwas anderes anfangen kann (ausbildungen z.b.). eine würdigung ist nicht schlecht (sie ist allenfalls etwas nettes am rande) dabei darf es aber nicht bleiben.
stickyshanghai,
9. Juni 2003 um 18:22:22 MESZ
einfach mal mit den forderungen der hurenvereinigungen sich auseinandersetzen und schauen, wo zwangsprostituierte da bleiben. und eins ist klar: die probleme, welche zwangsprostituierte haben, sind nicht mit denen deutscher huren, die aus eigenem entschluss der prostitution nachgehen, zu vergleichen.
mutant,
10. Juni 2003 um 03:12:54 MESZ
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