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Plattitüden-Münti (Das Web nach Plattitüden-Münti durchsuchen.) phaeake, 16. März 2003 um 06:03:25 MEZ
aus der Harald-Schmidt-Show vom Freitag.
phaeake,
16. März 2003 um 06:03:45 MEZ
außer in satirischer Absicht wird Platitüde doch mit einem "t" geschrieben, alter Schelm.
Dicki,
17. März 2003 um 09:47:01 MEZ
Der Duden, Dicki, sagt, dass man das Wort so schreiben möge, wie ich es geschrieben habe. Man kann auch die alte Schreibeweise mit nur einem 't' verwenden. Oder bist Du ein fanatischer Gegner der neuen Rechtschreibung, der diese nur in satirischen Abhandlungen (gegen die Reform) verwendet?
phaeake,
17. März 2003 um 13:03:29 MEZ
@phaeake: die neue Schreibung sagt mir nicht zu. Im konkreten Fall: früher war es ein Witz, wenn man "Platitüden" mit "platt" verband, heute ist die Schreibweise platt eingedeutscht - witzlos. Sicher kannst du Argumente anführen, die meine Sicht in Frage stellen. Mir ist es nichtsdestotrotz ein Ärgernis, daß solche Feinheiten eingeebnet werden.
Dicki,
17. März 2003 um 15:33:31 MEZ
Möchte ja bezweifeln, dass alle diejenigen, die früher PlaTTitüden geschrieben haben, damit besonders witzig sein wollten. Instinktiv schreibt man das Wort so.
phaeake,
17. März 2003 um 16:14:25 MEZ
Beliebt ist auch "Standart", womit die Norm gemeint ist. Platitüden spricht sich (in meiner Gegend wenigstens) mit mittellangem "a". Da kommt man instinktiv nicht auf zwei "t". Tja, Aussprache und Betonung. Ist dir auch aufgefallen, daß manche Leute He-bamme statt Heb-amme sagen?
Dicki,
17. März 2003 um 17:28:06 MEZ
@Dicki Nur dass sich weder an der Schreibweise Standard, noch an der Trennbarkeit von Hebamme was geändert hat. Die falsche Aussprache "He-bamme" kenne und hasse ich. Mein Lehrer hat es so fertig gebracht, dass ich die Geschichte von der Auseinandersetzung Israels mit dem Pharao nicht verstanden habe und mir zurechtgereimt habe, bei den "He-bammen" handele es sich wohl um Elite-Soldaten. Falls es in der Phonetik ein mittellanges a gibt und "Platitüde" ein solches enthält, hat sich diese Erkenntnis nicht bis in die Dudenredaktion rumgesprochen. Ich hab auch keinen Rechtschreibreformkritiker gehört, der den - dann wirklich gewichtigen - Einwand vorgebracht hätte, die Reform versuche, die Aussprache von Wörtern zu ändern, denn Plattitüde muss man ja wohl relativ eindeutig mit kurzem a aussprechen. Tut mir leid, dass ich heute so erbsenzählerisch veranlagt bin. Vielleicht liegt das an der unbefriedigenden Situation hinsichtlich der Bedeutung der "Appetit-Ambulanz", sonst würde ich längst Spiegelsynonymisator spielen.
phaeake,
17. März 2003 um 18:39:24 MEZ
@phaeake: dennoch Dank für die Ausführlichkeit. Auch ich will eine Erbse zählen: Platitüde wird nicht mit kurzem a - wie "platt" - gesprochen. Nicht da, wo ich es kennengelernt habe. Da wo man "st" noch manchmal "s-t" auss-pricht. Freilich auch nicht mit langem a - wie "plan". Sondern mittenmang, also mittellang.
Dicki,
18. März 2003 um 10:11:47 MEZ
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