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Flittchengrenze (Das Web nach Flittchengrenze durchsuchen.)

Aus einer uralten Anke-Episode. Gemeint ist diejenige Anzahl verschiedener Männer, mit denen frau schon den Geschlechtsakt vollzog, ab der sie als Flittchen gilt.

phaeake, 17. Februar 2003 um 11:10:23 MEZ

Na sag ich doch; von der unverkrampften Liebeskisten-Entdeckerin ist es nur eine Schwanzlänge bis zur ausgewiesenen Liebeskisten-Testerin:-) Täuscht mein Eindruck, daß "Flittchen" im Sprachgebrauch von "Schlampe" abgelöst wurde (obwohl von ungenauerer Bedeutung)?

Dicki, 17. Februar 2003 um 11:41:19 MEZ

Weiß nicht, reicht denn "HWG" schon für das Prädikat "Schlampe" aus? Für "Flittchen" allemal.

phaeake, 17. Februar 2003 um 11:51:19 MEZ

Was ist "HWG"? Ich kenn mich da nicht so aus. Und wollte auch nur andeuten, daß verbal eher dick aufgetragen wird als treffend. Naja, das wissen die Damen und Herren Kompetenzteam ohnehin.

Dicki, 18. Februar 2003 um 10:00:31 MEZ

HWG=häufig wechselnde Geschlechtspartner Es stimmt und ist auch schön formuliert, dass eher dick als treffend aufgetragen wird, nur ist es eben manchmal schwer möglich zu entscheiden ob zB der Begriff "Schlampe" trifft, wenn man nicht genau weiß, was er denn eigentlich besagt. "Schlampe" ist m.E. jedenfalls böser als "Schlamper", was ja auch einen Turnbeutelvergesser bezeichnen kann. Bei weiblichen Schimpfwörtern kommt ja in "Männersprachen" oft der Vorwurf normabweichenden Sexualverhaltens mehr oder weniger explizit zum Ausdruck.

phaeake, 18. Februar 2003 um 11:02:47 MEZ

"Schlamper" ist viel harmloser, das denke ich auch. "Schlampe" bezeichnet ursprünglich eine liederliche Frau, die eben das nicht tut, was Männer erwarten (und brauchen, weil sie zuhause schlampig sind): für Ordnung und Sauberkeit im Haushalt sorgen. Heute aber klingt der Gebrauch von "Schlampe" weniger nach Beschimpfung als vielmehr nach Demütigung und Verletzung, und der darinliegende Vorwurf ist nicht mehr Nachlässigkeit, sondern wahlloser Sex und menschliche Bedeutungslosigkeit. "Schlampe" - so stellt es sich mir dar - wird verwendet, um eine Frau für absolut verachtenswert und vogelfrei zu erklären. "Flittchen" beschränkte sich bei aller Verachtung doch auf die Aussage: "die hat mit jedem was". Unter freundlicher Mitwirkung Hollywoods ist die "Männersprache" verdammt rüde geworden. Neulich hörte ich einen etwa 12jährigen seinem Kumpel zurufen: "ich fick deine Mutter". Mit 12 wissen sie noch nicht, was sie da sagen und wollen einfach an der Macht teilhaben, die scheinbar mit solchen Beschimpfungen verbunden ist. Ein paar Jahre später gibts gleich Schlitzarbeit mit dem Messer oder ähnliche Gewaltausbrüche (wobei ich nicht einsehen kann, worin bei solch einem dummen Spruch eigentlich das Beleidigende liegen soll).

Dicki, 18. Februar 2003 um 13:48:13 MEZ

Die Ehre des Mannes hängt an der Geschlechtsehre der Mutter. Wenn mit der jeder GV haben kann, ist der Mann ein Hurensohn. Eine schöne Replik auf den zitierten Spruch wäre: Die ist zwar eine Hure, aber Du kannst sie dir nicht leisten. Anders als Du halte ich Hollywood insoweit für relativ unschuldig. Diese denkweise ist tief in allen patriarchalischen Gesellschaften verwurzelt. Je härter der Mann und je weniger Vorgaben für sein Sexualverhalten bestehen, desto wichtiger ist die Reinheit der Mutter. Gut, Hollywood hat über Western u.ä. das transportiert.

phaeake, 18. Februar 2003 um 13:59:17 MEZ

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