| Kompetenzteam ... für schöne und für schlimme Wörter |
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schrittweise Migration (Das Web nach schrittweise Migration durchsuchen.) phaeake, 15. Oktober 2002 um 11:20:54 MESZ
Migration heisst Wanderung. Schrittweise M. ist daher streng genommen pleonastisch. Wirklich schlimm ist aber diese Verwendung durch die sonst sehr lobenswerten Website teltarif.de, wonach es sich um erzwungene Tarifwechsel bei der Deutschen Telekom AG handelt.
phaeake,
15. Oktober 2002 um 11:24:04 MESZ
Mensch, da fällt mir sofort 'häppchenweiser Verzehr' ein. Lass uns mal wieder eine kreative Runde einläuten.-)
Dicki,
15. Oktober 2002 um 12:51:52 MESZ
SUXESSIVE APPROXIMATION!!!
pollux,
15. Oktober 2002 um 15:04:40 MESZ
verwesender Verfall, äh verfallende Verwesung.
phaeake,
15. Oktober 2002 um 16:44:09 MESZ
vorbeugende Prophylaxe.
Dicki,
15. Oktober 2002 um 19:14:21 MESZ
destruktiver Abbau
phaeake,
15. Oktober 2002 um 21:59:44 MESZ
Warum sollte man nicht schrittweise migrieren können? Vorausgesetzt eine Wanderung hat ein Ziel, dann führen die einzelnen Schritte zu Zwischenstationen. Der Weg zum Ziel wird so planbar. Der häppchenweise Verzehr wird Übergewichtigen empfohlen, damit das Sättigungsgefühl auch bei geringer Nahrungszufuhr eintritt. Wer etwas verzehrt, muss das nicht zwangsläufig in einem Stück tun, oder? Abbau kann durchaus konstruktiv sein. Man spricht dann von gesundschrumpfen ;-)
olau,
17. Oktober 2002 um 08:25:28 MESZ
Klar kann man schrittweise wandern, es gibt ja auch weiße Schimmel. Nur man kann eben gar nicht anders als schrittweise wandern, deshalb handelt es sich um einen Pleonasmus. Wenn man für das gesundschrumpfen von einem konstruktiven Abbau sprechen wollte, wäre in der Tat destruktiver Abau kein Pleonasmus. Ich glaube aber, "konstruktiver Abbau" fände sich sehr schnell hier in Schwarz wieder.
phaeake,
17. Oktober 2002 um 10:00:00 MESZ
Mmhh... es ging mir nicht darum die Tautologie der schrittweisen Migration anzugreifen. Ich bin nur der Meinung, dass der Begriff hier in grau erscheinen sollte ;-)
olau,
17. Oktober 2002 um 10:08:00 MESZ
Denkst du denn bei "Schrittweiser Migration" an die Umstellung von Telekom-Abzocker-Tarife?
phaeake,
17. Oktober 2002 um 10:14:28 MESZ
Nein. Ich denke da an einige Projekte aus meiner IT-Vergangenheit.
olau,
17. Oktober 2002 um 10:43:23 MESZ
Ergo ist der Begriff in der von mir nachgewiesenen Verwendung (siehe erster Kommentar) völlig unverständlich und daher schwarz. Eigentlich finde ich ihn auch für IT-Projekte schwarz, weil aufgeblasen und unklar.
phaeake,
17. Oktober 2002 um 10:52:37 MESZ
Im oben erwähnten Artikel steht: »Für die verbleibenden Kunden in den Alt-Tarifen ist nun eine schrittweise Migration zu den neuen Produkten des Bonner Ex-Monopolisten im Gespräch.«. So verwendet ist die schrittweise Migration offensichtlich eine Wortblase. Aber es gibt auch andere Verwendungsmöglichkeiten, wie beispielsweise für Umstellungen von IT-Systemen auf eine neue Plattform. Unter denjenigen, die schon mal ein Migrationsprojekt miterlebt haben, wird der Begriff auch ohne Detailkenntnisse sehr wohl verstanden: Eine schrittweise Migration ist keine Hau-ruck-Aktion. Ohne erklärendes Beiwerk sind viele Begriffe nichts als hohle Phrasen. Darum darf man Begriffe nicht kontextfrei bewerten. Im Umkehrschluss heisst das aber auch, dass eine Bewertung alle möglichen Kontexte einschließen muss. Und da der Begriff der schrittweisen Migration sowohl schwarz als auch rosa ist, bleibe ich bei meiner Entscheidung für grau ;-)
olau,
17. Oktober 2002 um 11:06:59 MESZ
...in der warteschlange an der M-kasse. vorzugsweise samstags kurz vor ladenschluss.
phil,
18. Oktober 2002 um 23:31:26 MESZ
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