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Männerfreundschaft (Das Web nach Männerfreundschaft durchsuchen.) Irene, 8. September 2005 um 11:30:48 MESZ
zuletzt hier gelesen
Irene,
8. September 2005 um 11:31:33 MESZ
Was gefällt Ihnen denn daran nicht? Man könnte ja sagen Freundschaft ist Freundschaft unabhängig vom Geschlecht der Freunde. Sicherlich beinhaltet Männerfreundschaft aber gemeinsame klischeehafte Tätigkeiten wie Fußball, Saufen, am Auto rumschrauben und Angeln z.B. Schröder und Putin waren aber noch nicht mal gemeinsam in der Sauna. Wie stehen sie zum Begriff der Frauenfreundschaft? Vermutlich bewerten sie den Begriff eher inhaltlich.
dr.no,
8. September 2005 um 15:03:37 MESZ
Öffentlich von Männerfreundschaft zu sprechen ist doch markiges Getue (der DW ist der Begriff auch nicht ganz geheuer, deshalb wohl die Anführungszeichen). Außerdem sind bei der Knüpfung von Politikerfreundschaften meist die Ehefrauen beteiligt, demnach wären das wohl Kanzlerehepaarfreundschaften...? Den Begriff Frauenfreundschaft benutze ich privat nicht. Wenn man bei Google nachsieht, wird er v.a. historisch-biographisch und sozialwissenschaftlich gebraucht.
Irene,
8. September 2005 um 23:02:13 MESZ
die verwendung des wortes im genannten artikel finde ich nicht markiges getue. keine freundschaft, sondern eben eine männerfreundschaft, die über das gemeinsame schrauben am auto nicht hinausgeht. natürlich werden solche männerfreundschaften inszeniert und die bezeichnung ist ein teil davon. das spricht der artikel selbst an, daher finde ich die anführungszeichen stimmig. allerdings macht sich der artikel den begriff tendenziell schon zueigen. in anderen zusammenhängen lese ich das wort meist ironisch-abwertend und meist bringt es die sache auf den punkt. im politischen kontext charakterisiert es die besagte »realpolitik«, die zwischen einzelnen mächtigen personen – in der regel männer – auf eigentümliche weise gemacht wird, ganz treffend.
molily,
9. September 2005 um 16:42:05 MESZ
natürlich werden solche männerfreundschaften inszeniert und die bezeichnung ist ein teil davon. das spricht der artikel selbst an, daher finde ich die anführungszeichen stimmig. allerdings macht sich der artikel den begriff tendenziell schon zueigen. Sehe ich ähnlich. Nur diese Art von Anfürungszeichen mag ich nicht, die eine Distanz welcher Art auch immer (...welcher Art genau?) ausdrücken. (...) eine männerfreundschaft, die über das gemeinsame schrauben am auto nicht hinausgeht. ...oder vordergründig nicht hinausgeht?
Irene,
9. September 2005 um 22:08:35 MESZ
Die Anführungszeichen dienen dazu einen Begriff zu zitieren und gleichzeitig deutlich zu machen, daß der Autor sich das Wort nicht zu eigen macht. Was ich schlimmer finde sind Konstruktionen wie "der sogenannte" o.ä. Alles wird schließlich irgendwie benannt.
dr.no,
10. September 2005 um 13:36:34 MESZ
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