Kompetenzteam
                            ... für schöne und für schlimme Wörter
 
Schleckerfrauen (Das Web nach Schleckerfrauen durchsuchen.)

das Wort ist schön der Anlass schlimm
schmerles, 29. März 2012 08:20:56 MESZ

Die Journalisten tun so, als sei der schlüpfrige Subtext des Wortes einfach so da, soll der Leser selber sehen wie er das interpretiert.
dr.no, 29. März 2012 21:06:03 MESZ

Wer trotz eindeutigem Kontext an einen schlüpfrigen Subtext denkt, ist dafür schon selbst verantwortlich.

Oder hätte man bei EHEC die Gurken nicht erwähnen sollen, weil es immer irgendwen gibt, der zuviel Freud intus hat?
Irene, 30. März 2012 14:43:19 MESZ

bei Arschleckerfrauen denk ich an die FDP und den Nepotisten Niebel.
schmerles, 30. März 2012 14:45:57 MESZ

Arschleckerfrauen sind für mich welche mit Spraydose:
stylepolice.de
Irene, 30. März 2012 16:25:33 MESZ

"Leckerschlecker" (ohne Sch-frauen) hörte ich im Radio, im Auto, im Zwischenhirn... (ich weiß nicht mehr genau).
Antonym, 30. März 2012 16:29:27 MESZ

Natürlich ist der Kontext klar, aber Worte kommen nicht aus dem Nichts. Wie ich zwischenzeitlich las, hat sich (angeblich) die Gewerkschaft Verdi den Begriff ausgedacht.
Daß, wer als Frau nicht auf den Mund gefallen ist, notfalls immer eine neue Stellung findet, wird man dort wohl mehrheitlich nicht haben aussagen wollen.

Hedgefonds werden als Heuschrecken bezeichnet, oder Journalisten als Ratten und Schmeißfliegen. Wäre das Ihrer Meinung zufolge also in Ordnung, hochgeschätzte Irene, da die womöglich negativen Assoziationen ja lediglich im Kopf des Rezipienten stattfinden? Es handelt sich ja bei dem Vergleich objektiv nur um Tiere – um einen unbescholtenen Teil unserer Schöpfung.

Ich bin nicht dieser Meinung. Der Sender ist für den bunten Strauß an Bildern und Bedeutungen seiner Wortschöpfungen vollumfänglich verantwortlich.
dr.no, 30. März 2012 17:56:25 MESZ

Und was will Verdi Ihrer Meinung nach damit sagen?

Wir sind ja hier offen für Verschwörungstheorien.

Ratten und Schmeißfliegen - das war keine Gewerkschaft, das war Strauß.
Irene, 30. März 2012 20:08:30 MESZ

P.S. kompetenzteam.antville.org
Irene, 30. März 2012 20:08:42 MESZ

Da ich kein Gewerkschafter bin, kann ich nur mutmaßen. Ich mutmaße: man möchte Mitleid erheischen, Emotionen wecken, das übliche eben.
Daß man dort im Gegensatz zu FJS oder Attac keine vordergründigen Diffamierungs- oder Propagandaambitionen hat, macht es nicht besser, ist in diesem Gewerbe wohl eher ein Zeichen mangelnder Professionalität.
Im übrigen gelingt es mir durchaus Pressemeldungen, in denen Gurken thematisiert werden, zu lesen ohne sogleich an tabulosen Gemüsesex zu denken, auch sonst entnehme ich der Tagespresse in der Regel wenig Pornographisches zwischen den Zeilen. Ihr Vergleich ist nicht sehr gut.
dr.no, 30. März 2012 20:39:36 MESZ

These: In der Verdi-Pressestelle sitzen Frauen, die die Welt nicht durch die Porno-Brille sehen. Bieten Sie doch Fortbildungen an, um dem abzuhelfen. Was müsste man denn alles gesehen haben, um für alle denkbaren Schlüpfrigkeiten sensibilisiert zu sein?

*geht kopfschüttelnd ab*
Irene, 30. März 2012 20:49:06 MESZ

Das heißt, ich kann Begriffe wie "Bombenholocaust" einfach mal so verwenden, wer dabei an Auschwitz denkt ist selber schuld, war nicht so gemeint?
dr.no, 30. März 2012 20:59:40 MESZ

Posten Sie doch bitte Ihre Nazivergleiche im eigenen Blog, wenn Sie mir nicht mal einen Gurkenvergleich durchgehen lassen. Dankeschön.
Irene, 30. März 2012 21:10:31 MESZ

Werden Sie jetzt etwas ungehalten, weil ich Ihnen die Inkonsistenz Ihrer Argumentation aufzeige?
Beide Begriff haben ein assoziatives Feld, einmal sehr bewusst gewählt, einmal eher zufällig. Nun könnte ich ja als Nazi sagen, man möge doch bitte nicht immer alles durch die Auschwitzbrille betrachten, wo es doch hier um den Luftangriff auf Dresden 1945 geht.
Wer ein Wort in die Welt setzt, ist für seine Implikationen verantwortlich, auch wenn er sich dieser nicht bewusst ist, wie ich bereits sagte. Das mit den Nazis ist egal, mir fiel gerade kein anderes Beispiel ein...
dr.no, 30. März 2012 21:35:49 MESZ

Ich werde wegen der Dramatisierung ungehalten.
Irene, 30. März 2012 21:42:29 MESZ

Ich wollte nicht dramatisieren, hätte gerne ein Beispiel aus der Welt der Nagetiere angeführt, bloss fiel mir - wie bereits gesagt - keines ein! Denke, wir konnten unsere Standpunkte trotzdem schön herausarbeiten.
dr.no, 30. März 2012 21:50:05 MESZ

Er hat Jahwe gesagt!
Schleckerfrauen scheinen mir lesbisch, während Spielerfrauen vermutlichst mindestens hetero, wenn nicht bi sind.
Außerdem sah ich auf einem Pressefoto mindestens einen Mann, einen Angestellten eines hiesigen Schleckermarktes- ist das ein nun Schleckerfrauenmann oder Schleckermännchen oder denken wir an Nagetiere ein Schleckerrammler?
schmerles, 30. März 2012 23:27:31 MESZ

Herr Schmerles, jetzt bin ich aber sehr enttäuscht. Ein Hasen- oder Karnickelmännchen ist doch ein Hasenartiger und kein Nagetier.

www.youtube.com
Irene, 31. März 2012 00:01:25 MESZ

Schleckerschweinchen würden der männlichen Schleckerbelegschaft doch gleich zu viel zu nahe treten. Den Kontext von Schleckerbiber kennt doch nur antville, aber irgendwie wollte ich mich dem Komplex doch nähern. Schleckerbeaver vielleicht? Nee, das ist eher weiblich besetzt. Ich sah übrigens nie ein Schleckermäuschen. Schleckerich? Langweilig. Andere Tiere-
Schleckergockel gab es ja nur einen. Herr dr No, an was dachten Sie?
schmerles, 31. März 2012 08:34:46 MESZ

@ dmu: Das hier ist keine neckische Pornosammlung, sondern eine Seite, die die Leute auch mal in der Mittagspause anklicken. Gelöscht.
Irene, 31. März 2012 13:06:15 MESZ

Daß dort überhaupt Männer beschäftigt waren, überrascht mich. Das hieße ja, daß das Wort Schleckerfrauen zu allem Übel auch noch gegen das Bundesgleichstellungsgesetz verstößt.
Zu Ihrer Frage Herr Schmerles: mir fiele nur das etwas sperrige Konstrukt "IhrPlatzhirsch" ein, das eine offensiv maskuline Anmutung von Revierverteidigung erzeugt und auch von der menschlichen Seite her etwas Affirmation bietet für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Drogisten.

(Am Rande bemerkt: 21 Kommentare auf Kompetenzteam, Chapeau! Herr Schmerles, Sie bringen Content der polarisiert!)
dr.no, 31. März 2012 23:49:04 MESZ

Naja, mit Ihrer Mischung aus Rechthaberei und narzißtischem Schwurbeldeutsch könnten Sie jede Diskussion aufmischen.
Irene, 1. April 2012 23:17:41 MESZ

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